Misagh Joolaee & Sebastian Flaig

Ferne
(Pilgrims Of Sound) 

Auch wenn sie nur mit einem winzigen Resonanzkörper aus Maulbeer- oder Walnussbaumholz ausgestattet ist, erzeugt die persische Kamancheh einen einzigartigen Klang mit rauschhaften Obertönen, filigran, wispernd, schmerzlich. Der in Deutschland lebende iranische Stachelgeige-Virtuose Misagh Joolaee aus der nördlichen Provinz Mazandaran hat das Spektrum des Instruments spannend erweitert: Verblüffende neue Techniken lotet er aus, vor allem den Pizzicato-Gebrauch hat man auf dieser Geige selten so gehört. Joolaee bricht aber auch die herkömmlichen Skalen der persischen Kunstmusik auf, er arbeitet mit ungewöhnlichen Intervallen und mit Griffen auf mehreren Saiten. Das ist mehr als Experiment und Wagnis, das ist erfolgreiches, gelungenes Ausloten anderer Möglichkeiten, wie sich auf seinem Album Fernezeigt.

Der Ausdruck der elf Stücke reicht von intensiver Innerlichkeit („Gefährten“), melancholischer Meditation über Trennung und Distanz (ganz stark in seinem Schmerz: „Fern der Geliebten“) bis hin zu virtuoser Komplexität („Unverhofft“), schwerelosem Tanz auf den Saiten und ekstatischem Kreisen („Berauscht“). Begleitet wird der Iraner vom Freiburger Perkussionisten Sebastian Flaig, der auch schon mit den bulgarischen Frauenstimmen und Lisa Gerrard musiziert hat. Flaigs frische Schlagwerkkunst, immer in enger Achtsamkeit auf die Geige, erzeugt eine kongeniale Partnerschaft. Ferne ist ein berührender, wortloser Spiegel von intensiven Seelenzuständen – eines Liebenden und eines Exilanten zugleich. (erhältlich über https://pilgrims-of-sound.com/)

 

 

Reportage zu Uraufführung King of Kings Deutschlandfunk 23.5.:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2018/05/25/ein_halleluja_auf_die_toleranz_haendels_messias_dlf_20180525_0942_476a9608.mp3

 

 

Maya Youssef Trio Cd Launch Review:

4stars review by the London Evening standard and Album of the week: ..This is her first album, produced by the esteemed Joe Boyd, with a supporting trio of oud, double bass and subtle and inventive percussions..."

 

 https://www.standard.co.uk/stayingin/music/albums-of-the-week-bjork-noel-gallaghers-high-flying-birds-and-the-staves-a3701396.html

 

 

 

 

 

 

 Flaig bearbeitet seine Becken, die Rahmentrommel, die Cajon, das Tamburello und die Darabuka in atemberaubendem Tempo. Spektakulär sein minutenlanges Eingangssolo zum Paradestück „Günese Racks“. Allein dieses Instrument ersetzt ein ganzes Schlagzeuges.“

 

Südkurier zum Konzert mit dem Taner Akyol Trio in Hagnau

10.11.14

von Uwe Petersen